Echter Mehrwert durch KI-Agenten: Scheer PAS 26. Produktupdate
KI-Agenten können im operativen Alltag enorme Wirkung entfalten, von automatisierter Recherche bis hin zu selbstständigen Ausführungsabläufen entlang ganzer Prozessketten. Sobald Agenten jedoch aus dem Experimentiermodus herauswachsen und produktive Aufgaben übernehmen, verschiebt sich der Fokus: Es geht nicht mehr nur um Funktionalität, sondern um Kontrolle, Transparenz und belastbare Nachvollziehbarkeit. Gerade in vielen europäischen Unternehmen steigt der Druck, Agentic AI schnell nutzbar zu machen, gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Governance, Auditierbarkeit und sicheren Betrieb.
In Produktupdate-Video führt Sharam Dadashnia durch die wichtigsten Highlights von Scheer PAS 26.0 bis einschließlich 26.0.2. Dieser Artikel ergänzt die Inhalte um zusätzliche Einordnung, damit Sie die Neuerungen direkt auf Ihre Betriebsrealität und Ihre Upgrade-Planung übertragen können.
Mehr Governance für KI-Agenten in Kubernetes

Mit PAS 26.0 bauen wir die operative Steuerbarkeit von KI-Agenten spürbar aus. In der PAS Administration steht jetzt ein neues AI-Agent-Configuration Panel zur Verfügung, das die Konfiguration von Agent Workloads zentral sichtbar und editierbar macht. Entscheidend ist dabei nicht nur, dass Konfigurationen bearbeitet werden können, sondern dass der Kontext klar ersichtlich ist. Die Administration zeigt auch, in welchem Service ein Agent erstellt wurde. Das reduziert Reibung in größeren Umgebungen, in denen mehrere Teams parallel Agenten deployen und betreiben.
Zusätzlich wurde die Sichtbarkeit dort verankert, wo sie im Alltag benötigt wird: in den xUML-Service-Details. Ein eigener Bereich „AI Agents“ listet die innerhalb des Services angelegten Agenten inklusive Name und Beschreibung und bietet direkte Links in die Konfiguration. Damit lassen sich Prüfungen, Anpassungen und Reviews deutlich schneller durchführen, ohne dass man Informationen aus verschiedenen Stellen zusammensuchen muss.
Trace-Logging als Grundlage für Vertrauen
Transparenz endet nicht bei der Konfiguration, sie muss sich auch im Laufzeitverhalten wiederfinden. PAS 26.0 führt deshalb das Logging von Agent-Traces ein. Damit wird die Nachverfolgbarkeit von ausgeführten Agentenaktionen über die gesamte Kette hinweg deutlich verbessert. Für Betriebsteams bedeutet das eine schnellere Ursachenanalyse bei unerwarteten Ergebnissen, für Governance und Compliance schafft es eine wichtige Basis, um Entscheidungen, Aktionen und Abläufe nachvollziehbar zu machen, sobald Agenten in geschäftskritischen Prozessen eingesetzt werden.
Runtime-Updates gezielt steuern, besonders in Docker und Kubernetes
Updates sind nie auf die leichte Schulter zu nehmen. In Docker- und Kubernetes-Installationen unterstützt PAS 26.0 jetzt ein neues Update-Runtime-Feature. Wenn mehrere Versionen der PAS-Runtime in Ihrer Installation verfügbar sind, können Sie die Runtime-Version, die ein xUML-Service verwendet, bequem über die Administration umstellen. Das erleichtert kontrollierte, schrittweise Aktualisierungen, etwa wenn einzelne Services früher auf eine neue Runtime gehen sollen als der Rest der Landschaft.
Weniger Klicks im Designer, schneller zur Integration

Neben dem Betrieb gibt es auch spürbare Verbesserungen für die tägliche Modellierungsarbeit. Ab PAS 26.0 wird beim Drag and Drop von Adapter Operationen wie REST, OData oder SAP RFC in ein Aktivitätsdiagramm die benötigte Extension automatisch angewendet. Das klingt klein, spart aber in Summe viel Zeit, vor allem in Projekten mit vielen Integrationsschritten und wiederkehrenden Modellierungsmustern.
Ergänzend bringt diese Version weitere Verbesserungen im Designer, unter anderem SAP RFC-Adapter Support für dynamische Verbindungsparameter, um etwa unterschiedliche SAP-User pro Aufruf zu nutzen, sowie die Möglichkeit, Methoden beim xUML Java Import gezielt auszuschließen. Aktualisierte Beispiele, darunter erweiterte OData-Nutzung und neue Szenarien für synchrone und asynchrone Servicekommunikation, runden das Paket ab.
Persistent State: wichtige Hinweise für das Upgrade
Bei aller Funktionalität bleibt Stabilität im Runtime Kern zentral. PAS 26.0 aktualisiert die Persistent State Schema Version auf 17 (18.1 für MariaDB). Nach dem Upgrade ist ein Downgrade auf eine ältere Runtime Version nur noch möglich, wenn die Persistent State Datenbank leer ist. Mit PAS 26.0.1 wurde außerdem die Möglichkeit entfernt, externe Attribute des Persistent State in einer separaten Datenbank zu speichern. Hintergrund ist eine Korrektur im xUML-Runtime Verhalten beim Update bestehender Persistent State Objekte nach Änderungen in der Service Implementierung. PAS 26.0.2 liefert darauf aufbauend einen weiteren Fix zur Persistent State Handhabung.
Für alle Details, weiteren Fixes und Updates, etwa in der Administration, im API Management oder in den Runtime-Komponenten, lohnt sich der Blick in die vollständigen Releasenotes, welche wir unter dem Video verlinkt haben. Denn gerade bei Agentic Process Orchestration gilt: Realer Mehrwert entsteht dann, wenn Nutzen und Kontrolle zusammenkommen.



