Über regelbasierte Automatisierung hinaus: Agentic Process Orchestration

Agentic Process Orchestration Plattform

Märkte, Regulierungen, Kundenerwartungen und Lieferketten verändern sich schneller, als viele Organisationen ihre Prozesslogik aktualisieren können. Diese Lücke hat direkte Auswirkungen auf den Betrieb: Teams verbringen mehr Zeit damit, Änderungen abzustimmen, als Arbeit auszuführen, und Automatisierung, die eigentlich beschleunigen soll, wird zum Engpass. Vor diesem Hintergrund hat Scheer PAS die Einführung der Agentic Process Orchestration Platform angekündigt, mit der Unternehmen Ende-zu-Ende-Prozesse mithilfe autonomer KI-Agenten orchestrieren können. Die Ankündigung erfolgte in Saarbrücken am 18. März 2026.

Warum klassische Prozessautomatisierung an Grenzen stößt

Die meisten Unternehmen betreiben ihre Kernprozesse entweder auf klassischen Automatisierungsplattformen oder innerhalb von Standard-Business-Applikationen wie ERP-Systemen. Diese Umgebungen wurden vielfach modernisiert, doch das Grundmuster ist häufig gleich geblieben: Fachbereiche definieren Prozesse konzeptionell, IT setzt sie technisch um, vorwiegend als deterministische, regelbasierte Modelle. In der Praxis erzeugt diese Trennung Reibung. Abstimmungszyklen zwischen Fachbereichen und IT führen zu Verzögerungen und Missverständnissen, während fest verdrahtete Logik Prozessänderungen zu Projekten macht statt zu kontinuierlicher Verbesserung.

Das Ergebnis ist bekannt: Prozesse funktionieren gut, bis sich der Kontext ändert. Wenn neue Anforderungen entstehen, kann das System nicht in Echtzeit reagieren. Organisationen kompensieren das mit manuellen Workarounds, eskalierenden Change-Requests und längeren Durchlaufzeiten.

Was agentische Orchestrierung verändert

Scheer PAS verfolgt einen Next-Generation-Ansatz und ermöglicht Prozesslösungen auf Basis von KI-Agenten. Diese Agenten nutzen Large Language Models, um zu schlussfolgern, zu planen und mehrstufige Workflows zielgerichtet auszuführen und ihre Aktionen an veränderte Bedingungen anzupassen. Statt jede Entscheidung in statischen Regeln abzubilden, können Unternehmen mit zielorientierter Ausführung arbeiten, die eine kontinuierliche Optimierung über die Zeit hinweg unterstützt.

Die Plattform unterstützt zudem die Zusammenarbeit mehrerer KI-Agenten und stellt eine globale Orchestrierungsebene für ganzheitliche Geschäftsprozesse bereit. Diese Multi-Agenten-Koordination soll Prozesse auch bei Ausnahmen resilient halten, ohne Geschwindigkeit und Transparenz im Betrieb zu verlieren.

Für Integration, Governance und den operativen Alltag gebaut

Agentische Orchestrierung stiftet nur dann Wert, wenn sie sich in bestehende Systemlandschaften einfügt. Scheer PAS adressiert dies mit tiefer API-Konnektivität zu etablierten SaaS-Lösungen und Enterprise-Applikationen, sodass Agenten auf Daten und Prozessfähigkeiten zugreifen können, die bereits in der Applikationslandschaft vorhanden sind. Standardanwendungen werden damit zu verlässlichen Daten- und Prozesslieferanten, während eine neue Orchestrierungsebene deterministische und probabilistische Verhaltensweisen in einem kohärenten Ablauf zusammenführt.

Die Plattform unterstützt KI-Standards wie MCP und A2A und umfasst Funktionen für Echtzeit-Monitoring, Protokollierung und Visualisierung von Aktivitäten, Agentenverwaltung sowie einen integrierten Coding-Agent zur Unterstützung bei der Codegenerierung.

Wie Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer zusammenfasst, wird die Zukunft nicht allein von statischen Workflows geprägt sein, sondern von intelligenten Systemen, die schlussfolgern, sich anpassen und kollaborieren.

Alle Details zur Ankündigung finden Sie in der vollständigen Pressemitteilung auf der Website unseres Partners: [Link zur vollständigen Pressemitteilung].